1 abr·Ushuaia, Argentinien
MV Hondius läuft aus Ushuaia aus
Das Expeditionsschiff MV Hondius läuft aus Ushuaia, Argentinien, aus und beginnt eine 24-tägige Reise durch den Südatlantik mit Stopps auf den Falklandinseln, Südgeorgien und Tristan da Cunha.
6–10 abr·Südatlantik
Symptome treten unter Passagieren auf
Eine unbekannte Krankheit beginnt sich unter Passagieren und möglicherweise Besatzung auszubreiten. Erste Symptome: Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen.
11 abr·Südatlantik
Erster Passagier stirbt an Bord
Erster bekannter Passagier entwickelt schwere Symptome und stirbt an Bord. Todesursache noch nicht bestimmt.
24 abr·St. Helena
Ehefrau des Verstorbenen nach St. Helena evakuiert
Die Ehefrau des verstorbenen Passagiers wird in kritischem Zustand medizinisch nach St. Helena evakuiert. Anschließend nach Johannesburg überführt.
26–27 abr·Johannesburg, Südafrika
Hantavirus nach zweitem Todesfall bestätigt
Die evakuierte Patientin stirbt in Johannesburg. Analysen bestätigen Hantavirus als Ursache. Ein zweiter schwer erkrankter Passagier wird per Lufttransport ins Krankenhaus gebracht.
2 may·Nordatlantik
Dritter Todesfall an Bord, Ausbruch bestätigt
Ein weiterer Passagier stirbt an Bord. Die Schiffsärzte bestätigen offiziell den Ausbruch. Insgesamt: 3 Tote.
3 may·Praia, Kap Verde
Kap Verde verweigert MV Hondius das Anlegen
Das Schiff erreicht Kap Verde. Die Gesundheitsbehörden verweigern das Anlegen wegen Infektionsrisikos. Das Schiff bleibt vor der Küste vor Anker.
7 may·Genf, Schweiz
WHO erhöht bestätigte Fälle auf 5
Die Weltgesundheitsorganisation aktualisiert die offizielle Bilanz: 5 bestätigte Hantavirus-Fälle im Zusammenhang mit dem MV-Hondius-Ausbruch. Warnt, die Zahl könne angesichts der bis zu 6-wöchigen Inkubationszeit steigen. Behält das globale Risiko als 'gering' bei.
7 may·Madrid · Teneriffa, Spanien
Spanische Regierung: Zwangsquarantäne und 'kontaktlose' Operation
Die spanische Regierung kündigt an, dass die Ausschiffung des MV Hondius auf den Kanaren als 'kontaktlose', vom Zivilschutz koordinierte Operation erfolgen wird, ohne dass das Schiff Land berührt. Verweigernde Passagiere werden in Zwangsquarantäne genommen. Pedro Sánchez ruft den kanarischen Präsidenten Fernando Clavijo an, um die Reaktion abzustimmen.
7 may·Niederlande
Niederlande: 2 von 3 Verdachtsfällen ausgeschlossen
Die niederländischen Gesundheitsbehörden bestätigen, dass zwei der drei niederländischen Passagiere mit vereinbaren Symptomen negativ auf Hantavirus getestet wurden. Der dritte Fall bleibt unter Beobachtung.
8 may·Teneriffa, Kanarische Inseln
Teneriffa aktiviert Inselnotfallplan auf Voralarmstufe
Der Cabildo von Teneriffa aktiviert den PEIN (Inselnotfallplan) in Voralarmstufe vor der bevorstehenden Ankunft des MV Hondius im Hafen von Granadilla. Koordination von Zivilschutz, Rotem Kreuz und Gesundheit für eine kontrollierte medizinische Ausschiffung.
8 may·Madrid, Spanien
Spanien schließt Schiffsquarantäne aus: an Land
Das spanische Gesundheitsministerium korrigiert den ursprünglichen Plan: Das Schiff 'ist kein geeigneter Ort' für die Quarantäne. Die Passagiere werden unter kontrolliertem Protokoll aussteigen und die Isolation in Gesundheitseinrichtungen an Land abschließen. Die spanischen Passagiere akzeptieren die Maßnahme.
8 may·Genf, Schweiz
WHO bestätigt 'sehr begrenzte' Mensch-zu-Mensch-Übertragung
Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht eine öffentliche Klarstellung: Hantavirus überträgt sich nicht leicht zwischen Menschen. Mensch-zu-Mensch-Übertragung wurde nur bei sehr engem und längerem Kontakt dokumentiert. Globales Bevölkerungsrisiko: 'sehr gering'.
8 may·Amsterdam, Niederlande
In Amsterdam hospitalisierte KLM-Flugbegleiterin: negativ
Das RIVM bestätigt, dass die in Amsterdam mit vereinbaren Symptomen hospitalisierte KLM-Flugbegleiterin negativ auf Hantavirus getestet wurde. Fall ausgeschlossen, außerhalb des MV-Hondius-Herds.
8 may·Granadilla, Teneriffa
Ausschiffungsprotokoll: per Boot, in Schichten
Das Protokoll wird bestätigt: Das MV Hondius wird nicht anlegen. Passagiere und Besatzung werden in Schichten per Boot an Land gebracht, mit Sanitätspersonal in voller PSA. Zuerst der Leichnam des Verstorbenen, dann symptomatische Passagiere und schließlich die übrigen. Clavijo (kanarischer Präsident) bittet das Schiff, den Archipel nach der Ausschiffung zu verlassen.
9 may·Teneriffa, Spanien
Gesundheits- und Innenminister treffen in Teneriffa ein
Mónica García (Gesundheit) und Fernando Grande-Marlaska (Inneres) landen in Teneriffa, um die Ausschiffungsoperation zu überwachen. Sie bestätigen, 'alles ist bereit', und betonen, das Bevölkerungsrisiko sei 'sehr gering'.
10 may·Hafen Granadilla, Teneriffa
MV Hondius ankert vor Granadilla und beginnt die Ausschiffung
Das MV Hondius ankert 2 Seemeilen vor dem Hafen von Granadilla. Spanisches Sanitäts- und Militärpersonal in voller PSA und FFP2-Masken überführt die 94 Passagiere aus 19 Nationalitäten per Boot. Die Operation verläuft 'wie geplant'.
10 may·Flughafen Paris-Orly, Frankreich
Frankreich repatriiert 5 Bürger; einer zeigt bei Ankunft Symptome
Ein französischer Militärflug mit 5 vom MV Hondius zurückgeführten Bürgern landet in Paris. Der französische Premierminister bestätigt, dass einer bei Ankunft 'vereinbare Symptome' zeigt und in einem Referenzkrankenhaus isoliert aufgenommen wird.
11 may·Madrid · Niederlande
Genetische Analysen bestätigen Andes-Variante ohne relevante Mutationen
Das spanische Gesundheitsministerium berichtet, dass die genetischen Analysen des Nationalen Mikrobiologie-Zentrums bestätigen, dass das Virus die Andes-Variante ist (die einzige mit dokumentierter Mensch-zu-Mensch-Übertragung) und keine relevanten Mutationen aufweist. Die letzten zwei Flüge mit 28 Evakuierten erreichen die Niederlande.
12 may·Genf, Schweiz
WHO erhöht Cluster auf 9 bestätigte Fälle und 3 Tote in 6 Ländern
Offizielle WHO-Aktualisierung: 11 Fälle im Zusammenhang mit dem MV Hondius (9 bestätigt + 2 verdächtig) und 3 Tote in 6 Ländern. Das globale Bevölkerungsrisiko bleibt 'gering'. Die CDC veröffentlicht HAN00528 mit klinischen Leitlinien für US-Kliniker.
13 may·Krankenhaus Gómez Ulla, Madrid
Erster spanischer Positivfall bestätigt: Patient stabil
Das spanische Gesundheitsministerium bestätigt per zweitem PCR den ersten Positivfall in Spanien: ein MV-Hondius-Passagier im Madrider Zentralkrankenhaus Gómez Ulla. Milde Symptome, stabil. Die 14 Spanier setzen ihre 42-tägige Quarantäne in derselben Einrichtung fort.
13 may·Brüssel, Belgien
Europäische Länder einigen sich auf PCR-Pflicht für gesamte Besatzung
EU-Gesundheitskoordinationssitzung: Die Mitgliedstaaten einigen sich auf eine PCR-Pflicht für die gesamte MV-Hondius-Besatzung bei Ankunft in den Niederlanden. Besatzungsmitglieder, die nicht zurückkehren können, gehen in Sonderzentren in Quarantäne.
14 may·Nijmegen, Niederlande
12 Radboud-Mitarbeiter nach Protokollverstoß isoliert
Das Radboud UMC in Nijmegen meldet, dass 12 Mitarbeiter vorsorglich isoliert wurden, nachdem sie die Infektionsschutzprotokolle bei der Behandlung eines zurückgeführten Hantavirus-Patienten nicht korrekt anwandten. Bisher keine Positivfälle.
15 may·Hafen Rotterdam, Niederlande
Rotterdam richtet 23 Quarantänekabinen für die Besatzung ein
Der Hafen Rotterdam stellt 23 temporäre Kabinen für die internationale MV-Hondius-Besatzung bereit, die am Montag, 18. Mai, erwartet wird. Die obligatorische Quarantäne dauert 6 Wochen (42 Tage) gemäß dem maximalen Inkubationszyklus des Andes-Virus.
16 may·Atlántico Norte — rumbo Rotterdam
El MV Hondius navega hacia Rotterdam con 25 tripulantes a bordo
Oceanwide Expeditions confirma que el buque navega rumbo a Rotterdam con 25 miembros de tripulación, dos sanitarios y el cuerpo del pasajero fallecido. Ninguno presenta síntomas. Llegada prevista la noche del domingo 17 de mayo. El armador anunciará a finales de semana cuándo retomará las expediciones comerciales.
16 may·Atlanta, EE. UU.
CDC: ningún caso de virus Andes en Estados Unidos
Los CDC celebran rueda de prensa: ningún caso de virus Andes confirmado ni sospechoso en territorio estadounidense. Los pasajeros estadounidenses repatriados permanecen en aislamiento en unidades médicas designadas. Total del cluster: 10 casos confirmados o probables, 3 fallecidos (2 confirmados + 1 sospechoso).